Do, 23. Februar, 23:45 Uhr, SWR/BW: Literatur im Foyer
Marion Brasch und Annika Reich
Zwei Berliner Radiofrauen, zwei mitreißende und grundverschiedene Bücher: Marion Brasch schreibt in "Ab jetzt ist Ruhe" über ihre "fabelhafte Familie", Annika Reich in "34 Meter über dem Meer" über einen genauso fabelhaften Wohnungstausch.
"Ab jetzt ist Ruhe" hat die Mutter abends gesagt. Das blieb ein frommer Wunsch - beim Abendritual genauso wie im ganzen Leben. "Ab jetzt ist Ruhe" ist so zum Titel eines Romans über eine Familie geworden, die nicht zur Ruhe kommen konnte.
Der Vater Horst Brasch war stellvertretender Kulturminister der DDR, sein ältester Sohn Thomas Brasch wurde als Schriftsteller schon zu Lebzeiten Legende ("Vor den Vätern sterben die Söhne").
Die jüngste Tochter Marion Brasch, bekannt als Berliner Radiomoderatorin, schreibt über die Befreiungsversuche einer, wie sie es nennt, "fabelhaften Familie".
Annika Reich, ebenfalls Autorin und Radiomacherin aus Berlin, zitiert am Anfang ihres Romans Gottfried Benn: "Alles ist Ufer. Ewig ruft das Meer."
Eigentlich war das gar nicht der Plan, aber einen anderen Plan gab es halt auch nicht für dieses Wochenende: Erst fällt Ella eine Fahrradkurierin auf die Füße, dann findet sie einen Aushang, in dem Herr Horowitz seinen Stilaltbau in bester Lage zum Tausch anbietet.
Und so zieht Ella kurzentschlossen von Mitte nach Charlottenburg, und Horowitz aus seiner großbürgerlichen Bücherwüste in die lebendige Mitte.